Der Putzmonat August

Putzen zählt jetzt nicht unbedingt zu meinen größten Hobbys, aber was sein muss, muss sein. Und das eben auch auf dem Blog. Gestern schon bin ich durch die ganzen Artikel gegangen, die ich in den letzten Jahren geschrieben habe und habe mich dazu entschlossen den größten Teil davon von der Seite zu nehmen.

Der Grund dafür ist eigentlich relativ simple und liegt vielleicht auch ein bisschen am Internet selbst: als ich damals* mit dem Bloggen angefangen habe, war die ganze Internetgeschichte noch nicht so omnipräsent, wie das heutzutage der Fall ist. D.h. ich habe das ganze wie eine Art Onlinetagebuch gesehen, in dem ich einfach mal Dampf ablassen konnte, wenn es mit den guten Herren der Schöpfung nicht gepasst hat, mich meine Lehrer genervt haben oder eben all das, was mich in diesem Moment bewegt hat.

Mittlerweile allerdings hat sich das Netz und dessen Blogwelt gewandelt. Jetzt wissen die Chefs & Firmen genau, wie man mit dem virtuellen Netz umgeht. Durch meine Blogpost habe ich also meine privaten Gedanken freiwillig mit diesen Leuten geteilt. Ein klitzekleines(!) bisschen naiv von mir. Denn mein zukünftiger Chef findet das vielleicht dezent unprofessionell, wenn ich herablassend über meinen Wirtschaftlehrer oder meine Unlust zu lernen schreibe. Es ist natürlich klar, dass jeder mal keine Lust auf irgendwas hat oder jemanden nicht leider kann, aber ich bin jetzt einfach vorsichtiger, man muss ja nicht alles an die große Glocke hängen.

Das ist die selbe Leier wie mit Facebook, Twitter, Tumblr, etc.. ich stelle keine Fotos/ Statusmeldungen von mir rein, die mir schaden könnten. Sachen à la: “Isch war Samstach ma übelst sooofen und Sonntach binsch dann nisch mehr glar gegomm’ mit dr Welt.”** – Das gehört, meiner Meinung nach, nicht hier her. Und ich finde es dennoch beängstigend, wie viele (auch etwas jüngere) solche Sachen im Netz publik machen, ohne über die Konsequenzen nachzudenken.

Aber ich will jetzt auch nicht eine von denen sein, die sagt, dass die Eltern alles kontrollieren sollen, was ihre Kinder im Netz machen. Meine Eltern haben das nicht gemacht und somit blieb mir, denke ich, sehr viel Stress erspart. Durch Unterhaltungen und Diskussionen mit meinen Eltern habe ich selbst begriffen, dass ich aufpassen muss. Aber CSI-Eltern will keiner 😉

Was meint ihr zu dem Thema: Privates im Internet?


*oh Gott bin ich alt!
** Wehe! Ich höre etwas Negatives über den wunderschönen sächsischen Dialekt 😉
Dt. Übersetzung: „Samstag habe ich zu viel Alkohol konsumiert und Sonntag ging es mir nicht gut.“